Innovations­keim­zelle

Quelle: CHEFINFO

Das TECHCENTER feiert 25. Geburtstag. Die Geschichte der Institution ist eine Geschichte der Gründerlandschaft Oberösterreichs und gleichzeitig Richtschnur für die Zukunft.

Das TECHCENTER wurde als „Gründerzentrum für Linz“ geplant. „Früher war der Begriff ‚Gründer‘ nicht so fein definiert wie heute“, erzählt Georg Spiesberger, der seit 23 Jahren die Geschäfte führt. Von Pre-Seed-, Seed- oder Scale-Up-Phasen war noch keine Rede. Anfangs. „Außer dem Gründerservice der WKO gab es nicht viel, der  Inkubator tech2b war gerade im Aufbau. Ich habe die Mieter zu Beginn noch selbst beraten und bin mit ihnen Businesspläne durchgegangen. Heute istdas zu einem großen Biotop gewachsen.“

Damals dachten die Gründer vor allem regional, heute sind Start-ups fast ausnahmslos international skalierbar. Spiesberger brachte dabei stets die richtigen zusammen – bis heute einer seiner zentralen Aufgaben – und doch stellt ersich zum Jubiläum eine Frage: „Damals hatten wir Aufholbedarf bei Gründern. Die Frage ist: Wo stehen wir jetzt? Das ist schwer zu beantworten. Wir haben aber sicher zu anderen Ländern aufgeschlossen.“

Keimzelle von Innovationen
Eines hat sich nie verändert: „Das Hauptziel ist immer, dass sich Unternehmen bei uns optimal entwickeln können. Darum ist das TECHCENTER von „einem Immobilienbetreiber zu einem Infrastrukturbereitsteller geworden.“ Das Center war dabei nicht nur Keimzelle innovativer Unternehmen, sondern setze selbst Meilensteine wie z.B. die erste öffentlich zugängliche Werkstatt, das TechLab. Man hatte einen der ersten 3D-Drucker, lizensierte CAD-Programme und unterstützte damit vor allem Unternehmen mit mechatronischem Schwerpunkt. Jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter. Mit der DIGITAL MILE Linz bieten wir auch HR-Services für kleine Unternehmen.“ Das Motto blieb dasselbe: „Wer schnell hilft, hilft doppelt“.

Mit Vernetzung zum Hot-Spot
Spiesberger sah im Laufe der Zeit viele Unternehmen Kommen und Gehen, oft mit einem lachenden und weinenden Auge. „Man freut sich ber die starke Entwicklung eines Unternehmens, gleichzeitig ist klar, dass man einen Mieter ziehen lassen muss.“ Mit der Eröffnung der NEUEN WERFT 2017 kamen weitere Ansiedlungsflächen hinzu. ”Um nicht jeden Standort einzeln zu vermarkten, etablierten wir die Dachmarke TECH HARBOR.“

Der TECH HARBOR ist heute nicht nur Mitglied, sondern Mitinitiator der besagten DIGITAL MILE Linz, die zum Zentrum der Vernetzung digitaler Unternehmen wurde. „Cool wäre es, wenn wir es gemeinsam schaffen, dass Linz als Digitaler Hotspot wahrgenommen wird, nicht nur marketingmäßig, sondern auch inhaltlich.“ Spiesberger sieht mit der neuen Digitaluni einen weiteren Schritt in diese Richtung, aber auch Potenzial in der Vernetzung vieler kleiner Initiativen, die oft alleine nicht durchdringen. „Das gilt es zu koordinieren, um die PS auf die Straße zu bringen.“ Georg Spiesberger und seinem Team ist das in 25 Jahren immer gelungen, nicht zuletzt durch Flexibilität: „Am Faktor 12 bis 15m2 pro Person hat sich wenig geändert, aber die Raumnutzung wurde anders.“ Was nicht anders wurde, seit einem Vierteljahrhundert, ist das Konzept „Beyond Space“. Die große Stärke des TECH HARBORs ist, mehr als nur Raum anzubieten. Davon profitieren besonders technologische und innovative Unternehmen in einer Größenordnung von 2-40 Mitarbeitern: „Unsere Mieter müssen sich um wenig kümmern und können sich voll und ganz auf ihr Business konzentrieren.“

Das werden sie auch die nächsten 25 Jahre tun.
        

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