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Heiter bis wolkig
COMMUNITY. Die Cloud-Native Linz Community diskutierte in der NEUEN WERFT die Zusammenhänge von Cloud-Technologie und Compliance.
Quelle: CHEFINFO
Gerade kürzlich ging wieder die „Kill Switch“ Debatte die (europäische) Runde. Damit ist die Abhängigkeit Europas von US-Clouddiensten gemeint. Die USA könnten per „Kill Switch“ Europa „stummschalten“. Daten und Services in der Cloud wären nicht mehr verfügbar. Wie gut, dass es Spezialisten für Cloud Computing auch hierzulande gibt. „Spezialisten, die sich untereinander updaten, austauschen und sich im Rahmen einer Cloud-Community vernetzen – wie im TECH HARBOR seit jeher Usus ist. Wir verstehen uns als Biotop, von dem aus eine starke und fruchtbare Community, wie Cloud-Native Linz, wachsen kann“, schildert Georg Spiesberger, Geschäftsführer des TECH HARBOR. Eine Community, die im Rahmen des Meetups „Cloud, Compliance &
Collaboration“ in der NEUEN WERFT, aktuelle Perspektiven auf Cloud Computing diskutierte. Dort traf die „Community auf ein inspirierendes und einladendes Setting, das Raum für Ideen und Networking schuf“, so Jürgen Etzlstorfer, Cloud & AI Solutions Engineer Microsoft und Co-Organizer der Veranstaltung.
Einblicke in die Hackerwelt
Mitveranstalter Matthias Steinbauer war dabei komplett von den Socken – im wahrsten Sinne des Wortes. Der CTO & Partner von .LOUPE bekam nämlich solche als Gastgeschenk – mit Wolkenmotiv. Steinbauer teilte seine Erfahrungen aus sieben Jahren SaaS-Betrieb in der AWS Cloud. Der Fokus lag auf Serverless-Architekturen mit AWS Lambda, sowie auf die Skalierbarkeit und Kostenoptimierung in hochregulierten Umgebungen. Dabei zeigte sich einmal mehr: Cloud-Technologie und Compliance müssen Hand in Hand gedacht werden, um Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Effizienz zu gewährleisten. Sicherheit, die Mario Kahlhofer von Dynatrace praxisnahe demonstrierte. Er brachte einen Einblick in moderne Cloud-Security-Strategien und zeigte wie Hacker mit Honeytokens erkannt und abgelenkt werden können.
Verantwortlichkeit im Fokus
In der anschließenden Diskussion ging es um die Balance zwischen Sicherheit, Kosten und Kontrolle. Die Teilnehmenden erörterten etwa wie kleine Teams Verantwortung für komplexe Themen an große Anbieter abgeben können, welche Risiken ein Vendor-Lock-In birgt und warum Cloud Sovereignty und Compliance by Design zunehmend zu strategischen Erfolgsfaktoren werden. Die Community berichtete dabei davon, dass die eigentliche Herausforderung oft nicht die Technologie ist – sondern das Management von Verantwortlichkeiten, regulatorischen Anforderungen und interner Compliance-Strukturen. „Für uns war von Anfang an klar, dass echte Compliance nur funktioniert, wenn sie technisch sauber umgesetzt ist – stabil, nachvollziehbar
und sicher. Diese Verbindung von rechtlicher Präzision und technischer Exzellenz ist das, was .LOUPE ausmacht“, so Steinbauer. Cloud Native Linz hat damit das Bewusstsein gefördert, dass es um weit mehr als technologische Innovation geht, sondern auch das Bewusstsein, dass Compliance integraler Bestandteil moderner Cloud-Architekturen sein muss – von der Infrastruktur bis zur Unternehmenskultur.